Zielen statt Zaudern – was Führungskräfte vom Bogenschießen lernen können.
- Kristian Mansfeld

- 1. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
„Der Pfeil fliegt nur dorthin, wo dein Geist längst ist.“
Wie Atemtechnik, Fokussierung und Feedback-Schleifen beim intuitiven Schuss direkt auf Entscheidungs- und Kommunikationsverhalten übertragen werden können.
Wir alle kennen sie: die Schüsse ins Blaue, wenn Projekte in letzter Minute angepasst werden, weil das Ziel nicht klar war. Oder die Momente, in denen ein Team lange spannt, aber den entscheidenden Release nicht loslässt. Beim intuitiven Bogenschießen passiert genau das Gleiche – nur ungeschönt und in Sekundenbruchteilen. Deswegen eignet sich dieser traditionsreiche Sport so gut als Spiegel für Führungsverhalten.
1. Fokus: Das Ziel groß machen, Ablenkungen klein halten
Beim Ziehen des Bogens zählt nur die Scheibe. Jede Gedanke an E-Mails, Deadlines oder den Kollegen nebenan verändert deine Muskelspannung. Übertragen heißt das:
Ein Ziel pro Meeting. Formuliere zu Beginn in einem Satz, worauf ihr zielt – und alles, was nicht darauf einzahlt, wandert ins „Parkhaus“.
Optische Ankerpunkte. Bogenschütz*innen nutzen die Pfeilspitze und den Zielring. Führe KPIs ein, die jederzeit sichtbar sind (z. B. Burn-down-Charts, Ticket-Dashboards).
Mini-Übung fürs Büro: Öffne deine To-do-Liste, wähle drei Aufgaben aus, die dein Wochen-Ziel direkt treffen, markiere sie farbig und blende den Rest für 24 Stunden aus.
2. Haltung: Körper, Geist und Team auf eine Linie bringen
Im Parcours verrät die Körperachse, ob der Schuss fliegen wird. Ähnlich entlarvt die Art, wie du als Führungskraft sprichst, präsent bist oder Entscheidungen triffst, deine innere Haltung.
Aufrichtung = Authentizität. Stehe (oder sitze) bewusst balanciert, sprich klar und wertschätzend. Schiefe Schultern auf dem Schießplatz entsprechen kryptischen Mails im Unternehmen.
Spannung dosieren. Ein zu stark gezogener Bogen lässt den Pfeil wackeln, ein zu lockerer fällt zu Boden. Finde das „Sweet Spot“ aus Druck und Vertrauen im Team.
3. Release: Das bewusste Loslassen perfektioniert den Treffer
Viele Erstschütz*innen spannen den Bogen sauber – und zucken im Moment des Loslassens. Projekte scheitern oft genau hier: am fehlenden Mut, die Verantwortung endgültig an das Team zu übergeben.
Klares „Go!“. Gib Freigaben mit Datum, nicht mit „Schau noch mal drüber“.
Fehlerfreundlich abfeuern. Jeder Pfeil ist Feedback; keine Katastrophe. Fehler kultivieren Lernen und machen Folgeschüsse präziser.
4. Feedback-Loop: Scheibe, Analyse, Anpassung
Profis blicken nach jedem Pfeil kurz auf die Scheibe, korrigieren Stand oder Atmung – kein Drama, nur Daten. In Projekten:
Messung – KPI, Test oder Kundenfeedback.
Reflexion – Was verrät das Ergebnis über Ursache?
Korrektur – Kleinste Stellschraube justieren, nächsten Sprint starten.
Praxis-Tipp: 15-min-Retro am Ende jedes Tages. Drei Fragen: Was hat heute ins Schwarze getroffen? Was ging daneben? Welche Mini-Anpassung probieren wir morgen?
5. Intuition: Wenn der Verstand schweigt, trifft der Pfeil
Intuitives Bogenschießen verzichtet auf Zielvisiere – die Körper-Gehirn-Einheit „weiß“ nach Training, wo das Ziel ist. Gleiches gilt für erfahrene Führungskräfte: Strategie, Marktgefühl und Menschenkenntnis verschmelzen.
Raum für Stille. Plane Denk-Zeit ohne Meetings. Intuition braucht Leerlauf.
Erfahrungen verankern. Notiere persönliche „Treffer-Muster“, um sie bewusst abrufen zu können.
Fazit: Führung zielt – nicht zögert
Wer sich auf Bogen, Wind und eigene Haltung einlässt, erlebt Führung im Zeitraffer: Zielklarheit, gespannte Verantwortung, bewusster Release, schnelles Feedback. Jeder Pfeil macht sichtbar, was im Kopf und im Team passiert. Genau dort setzt unser Coaching „Intuitives Bogenschießen für Führungskräfte“ an:
4-Stunden-Outdoor-Session im 3D-Parcours an der Bergstraße
Max. 6 Teilnehmer
für intensives Feedback
Konkrete Leadership-Übertragungen, die Montagmorgen spürbar wirken




Kommentare